Saeco Royal Professional

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aktualisiert:
Sa. 25-Feb-2012

SAECO ROYAL PROFESSIONAL

Testbericht / Erfahrungsbericht

saeco royal professional

zur Betriebsanleitung mit Tipps: mehr.... 

Erstellt: 15.03.2005   aktualisiert: 19.12.2009

 

Hallo liebe Leser!

Sitze gerade bei einer Tasse Kaffee mit ausgiebigem Milchschaum und dachte mir, dass ich Euch einmal über meine Saeco Royal Professional berichte. Ich besitze sie seit Mai 2001. Bis heute (19.12.2009) habe ich 6130 Kaffee gemacht.
 

Ein Überblick, was jetzt alles kommt:

1) Lieferung
2) Wasser
3) Bohnen
4) Funktionen
5) Reinigung
a) Cappucinatore
b) Spülen/Reinigungszyklus
c) Entkalken
d) Brühgruppe
6) Wärmeplatte
7) Service
8) Unterhalt
9) Tipp
10) Fazit
11) Technische Daten

 

1. Lieferung:
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Die Saeco Royal Professional kommt gut verpackt in Styropor eingewickelt. Die Einzelteile sind zusätzlich noch in Folie eingewickelt. Die Bedienungsanleitung ist ausführlich, leicht verständlich und in mehreren Sprachen.

Der Zusammenbau hat einwandfrei geklappt. Aufpassen muss man beim Kaffeesatzbehälter. Er hat links vorne eine kleine Nase, die einen Hebel in der Maschine bedient. Dadurch erkennt sie ob der Behälter draußen ist oder nicht. Einem Freund von mir, ist dieser beim Abspülen abgebrochen und er brauchte einen neuen Behälter.

Nach dem Zusammenbau, habe ich mir die Bedienungsanleitung vorgeknöpft. Ich kam sofort klar und probierte natürlich alle Funktionen aus.
 

2. Wasser:
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Das Wasser wird in einen Tank gegossen. In diesem Tank ist ein zusätzlicher Behälter, in dem eine Dose mit Granulat steckt. Dieses Granulat filtert das Wasser, sodass die Maschine nicht verkalkt. Laut Hersteller soll man dieses Granulat jeden Monat wechseln. Ich wechsle alle 3 Monate und habe bislang keinen Kalk in der Maschine.
 

3. Bohnen:
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Bei den Bohnen mussten wir viel durchprobieren. Jede schmeckt anders und der Kaffee soll ja ein gutes Aroma und Crema haben. Da wir nicht regelmäßig nach Italien fahren, musste ich Sorten probieren, die hier erhältlich sind. Mein Mann und ich kamen zu dem Schluss, dass Cellini (z.B. beim MiniMal), einen sehr guten Kaffee macht.
Ich kann über 2 Hebel sowohl den Mahlgrad als auch die Pulvermenge einstellen. Hier kann ich keine Tipps geben, weil jeder Kaffee bei einem anderen Mahlgrad und Menge wieder anders schmeckt. Wichtig ist nur, dass der Mahlgrad während dem Mahlen verstellt wird. Sonst kann das Mahlwerk schaden nehmen. Also am besten selbst ausprobieren.
 

4. Funktionen:
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Es gibt 6 verschiedene Tasten, die jeweils ihre "Suppe" kochen. Zum einen kann ich zwischen

> kleiner Kaffee (Espresso)
> normale Tasse Kaffee
> und große Tasse Kaffee

wählen. Die Menge kann individuell auf die Tassen eingestellt werden. Nimmt man andere Tassen, kann man durch Druck auf die eben gedrückte Taste, den Kaffee anhalten. Um die Menge einzustellen, drückt man die jeweilige Taste und hält sie gedrückt, bis die Tasse die gewünschte Menge drin hat. Erst dann lässt man die Taste wieder los. Dies braucht man nur einmal zu machen. Jetzt drückt man die Taste einmal kurz, für zwei Tassen, zweimal kurz hintereinander.

HINWEIS:

Bis zur Aufforderung zum Entkalken, wird die Kaffeemenge (Wasser) minimal immer weniger. Nach dem Entkalken ist wieder die ursprüngliche Kaffeemenge in der Tasse (keine Ahnung warum das so ist).

Weitere Wahlmöglichkeiten:

> Pulverkaffee
> Cappucinatore
> und Heißwasser

Den Pulverkaffee verwenden wir für unsere Eltern. Diese trinken nämlich nur Entkoffeiniert und da werfe ich über das Pulverfach deren Kaffee in die Maschine. Anschl. muss man zuerst die Pulver-Taste drücken und dann den gewünschten Kaffee (siehe oben).

Natürlich darf bei jedem Kaffee niemals der Milchschaum fehlen. Man drückt die Taste für Milchschaum und schon hört man ein klackendes Geräusch. Nach etwa 5 Sekunden, wird dann die Milch angezogen. Beim ersten Mal anziehen, kann die Milch leicht träufelnd kommen. Dann einfach den Milchschaum ausschalten und noch mal einschalten. Jetzt zieht er richtig Milch. Der Stift, der oben am Cappucinatore steckt, muss für stärkeren Milchschaum leicht hochgezogen werden. Drückt man ihn tiefer rein, kommt weniger Schaum.

Wie beim Kaffee, kann man auch beim Milchschaum eine bestimmte Menge einstellen. Ich habe meinen so lang eingestellt, dass er kaum von selber ausgeht, also gaaanz lang. Zum Einstellen einfach die Milchschaumtaste drücken und so lange gedrückt halten, bis kein Milchschaum mehr kommen soll. Beim nächsten Mal, braucht man die Taste nur einmal drücken und die Maschine hört dann von selbst nach der eingestellten Menge auf.

5. Reinigung:
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a) Cappucinatore:
Ich empfehle hier, den Cappucinatore nach jedem Gebrauch mit klarem (kalten) Wasser durchzuspülen. Meiner sieht daher immer noch wie neu aus und es gibt nirgendwo Milchränder oder Verfärbungen. Da der Milchschlauch mit der Zeit weiß wird, kann man entweder immer wieder einen Neuen kaufen, oder den Schlauch jedes Mal mit heißem Wasser unterm Wasserhahn ausspülen.

b) Spülen/Reinigungszyklus:
Nach der Kaffeezubereitung, drücke ich zum kurzen Durchspülen einmal die Pulvertaste und die Espressotaste. So ist der Restkaffee aus den Schläuchen und ich habe immer einen unverfälschten frischen Kaffee. Zusätzlich habe ich Reinigungstabletten, die ich etwa alle 3 Monate hernehme. Sie lösen den Fettfilm von den Schläuchen. Man wirft die Tabl. ins Pulverfach und drückt lang die Taste Pulverkaffe (zugl. "Ent") bis sich ein Menü öffnet. Mit den Tasten mittl. und großer Kaffe (scrollen im Menü) wähle ich den Reinigungszyklus. Der Wasserbehälter sollte gut 2/3 voll sein. Jetzt macht die Maschine alles von selber. Ich lasse das Wasser in den Auffangbehälter laufen. Der wird dadurch auch gleich gereinigt. Die Saeco Royal Professional ist danach sofort wieder einsetzbar.

c) Entkalken:
Nach dem Erreichen einer bestimmten Tassenanzahl, fordert die Kaffeemaschine einen auf zu entkalken. Ich nehme die gelbe Flasche von Saeco zum Entkalken und gieße sie wie auf der Flasche beschrieben mit Wasser in den Wasserbehälter. Mann drückt wieder "Ent" (Pulvertaste) so lang, bis sich das Menü öffnet und scrollt (mittl. und große Tasse) zum Menüpunkt "Entkalken". Jetzt stelle ich unter den Cappucinatore und den Heißwasserstrahl ein Glas. Danach drehe ich die Drehscheibe neben dem Heißwasserstrahl voll auf Dampf. Jetzt fängt der Entkalkungszyklus an. Am Ende wird man dann aufgefordert zu spülen. Ich drehe den Dampf also wieder ab und drücke "Ent". Wasche den Wasserbehälter aus und fülle ihn zu 2/3 mit frischem Wasser. Anschl. dreht man die Dampf wieder auf und es wird gespült:

ACHTUNG:

Wenn kein Wasser mehr da ist, dann zieht die Maschine etwa 2 Min. lang unter lautem Getöse eben kein Wasser, bis sie abschaltet. Da passiert also nichts. Wenn man diesen lauten Vorgang abbricht, dann muss man übers MENÜ auf Kalkanzeige gehen und diese zurücksetzen. Dann verschwindet die Aufforderung zum Entkalken. Manche sagen jetzt, himmel, da muss die Maschine ja kaputt gehen - naja, meine lebt immer noch.

Aus dem Menü kommt man wieder heraus, wenn man die Espresso "Esc" Taste drückt.

d) Brühgruppe:
Alle 3 Monate (nach dem Reinigen mit der Tablette) baue ich die Kaffeemaschine auseinander. D.h. ich reinige die Brühgruppe. Man drückt den Hebel "press" und kann die Brühgruppe ganz leicht herausziehen. Jetzt wichtig, seht Euch die Stellung des Auffangkopfes vom Kaffeepulver an. Er sitzt leicht schräg. Sprich: ggü. der "press-Taste", also auf der anderen Seite, ist eine Nase außerhalb der Einrastung. Genauso muss die Brühgruppe auch wieder reingeschoben werden. Ist die Auffangschale gerade, also die Nase eingerastet, bekommt ihr die Brühgruppe nicht in die Maschine (sie rastet nicht ein).
Ich spüle sie unter heißem Wasser ab und fette die Gelenke und Schienen anschl. mit einem zähen Fett ein. Danach achte ich auf die Stellung der Auffangschale und drücke, wenn sie gerade ist, einfach die "press-Taste". Schon ist sie wieder schief und ich kann sie ganz leicht hineinschieben und mit einem leichten Druck höre ich, wie sie einrastet.

Saeco schreibt vor, dass die Brühgruppe möglichst 1-2 Mal die Woche gereinigt wird. Dies habe ich anfangs auch getan. Leider blieb bei mir die Brühgruppe aber immer wieder hängen. Seit ich sie ca. alle 3 Monate reinige, habe ich gar keine Probleme mehr *toi toi toi*. Die Brühgruppe sieht nach 3 Monaten genauso aus, wie nach 2 Wochen.

6. Wärmeplatte:
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Die Saeco Royal Professional verfügt über eine Wärmeplatte, die ich aber über das Menü ausgeschaltet habe. Wenn ich einen Espresso brauche, dann fülle ich die Tasse zuerst mit Heißwasser. Wenn die Tasse dann heiß ist, kommt der Kaffee rein.

7. Service:
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Im ersten Jahr war bei mir 2 Mal der Cappucinatore defekt. Ich brachte die Maschine zum Händler, der sie wiederum zum Service schickte. Innerhalb von 3 Wochen war die Kaffeemaschine wieder da. Seither *toi toi toi* fehlte nix mehr.

Update 18.12.2005:
Meine Saeco Royal Professional hat nach 4,5 Jahren plötzlich nur noch die feinste Stufe und die höchste Menge gemahlen. Beim Pressen wurde der gemahlene Kaffee so zusammengedrückt, dass kaum noch Wasser durchkam. Der Ausbau des Mahlwerks und dessen Reinigung brachten keinen Erfolg. Also ab zum Händler und nach 4 Tagen hatte ich meine geliebte Maschine wieder.

Diese Reparatur hat mich 45,- Euro gekostet.

Update 23.02.2007:
Anfang Dezember sammelte sich unter der Saeco Royal Professional Wasser und es kamen ab und zu so zischende Geräusche. Der Kaffee wurde aber ganz normal gebrüht. Links und rechts kam über dem Capucinatore und gegenüber aber immer mehr Dampf raus. Ein Anruf bei der Werkstatt ergab, dass etwas undicht sei und ich die Maschine nicht mehr verwenden soll (die Elektronik könnte durch den Dampf beschädigt werden). Also abgeschaltet und letzte Woche zur Reparatur gebracht (wir waren in Urlaub). Der Kostenvoranschlag wurde mir mit 150,- Euro zwei Tage später mitgeteilt. Die Heizung habe ein Leck und müsse ausgetauscht werden. Die Maschine sei in gutem Zustand und so gab ich den Auftrag. Da die Dichtungen noch nie erneuert wurden, wollte ich dies zusätzlich erledigt wissen. Heute holte ich das gute Stück ab und habe soeben den ersten Espresso genossen, mmmmh. Ist mir richtig abgegangen.

Bezahlt habe ich übrigens dann 163,60 Euro.
 

8. Unterhalt:
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Wie oben beschrieben, verwende ich beim Reinigungszyklus die Kaffeefettlöser von Saeco (Art.Nr. 830 101 154). Bei Karstadt erhalte ich diese für 4,99 Euro (10 Tabletten). Hält bei mir also 3 Jahre.

Zum Filtern des Wassers verwende ich ebenfalls von Saeco die Nachfüllbeutel für In-Ta-Fil Systeme (Art.Nr. 810 136 100). Ein Beutel kostet mich 9,99 Euro beim Karstadt. Benötige hier 3 - 4 Beutel im Jahr.

Wenn die Maschine mich zum Entkalken auffordert, verwende ich auch hier den Entkalker von Saeco (Art.Nr. 9811). Dieser hat 250 ml Inhalt und wird komplett in 1 Liter Wasser gegossen. Der Entkalker kostet mich bei Karstadt 4,90 Euro. Hier benötige ich 2 - 3 Mal im Jahr ein Fläschchen.
 

9. TIPP:
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Falls die Brühgruppe einmal hängen bleibt (laute knackende Geräusche) und es geht nix mehr. Einfach die Maschine ausschalten, den Satzbehälter herausziehen und wieder einschalten. Jetzt den Satzbehälter wieder einführen, man hört ein lautes Krachen und die Brühgruppe hat sich wieder gelöst. Klappt das nicht beim ersten Mal, dann einfach wiederholen.

Nachdem ich die Brühgruppe eingefettet habe, ziehe ich den Arm, in den das Pulver fällt zu mir hin und nach oben, wo er normal gepresst wird. Ich führe also den Arm an den Schienen entlang. Dies mache ich so oft hin und her, bis alles leichtgängig ist.

Das waren die Funktionen und Hinweise, die ich in den letzten 4 Jahren immer verwendet habe. Im Menü gibt es noch weitere Funktionen, die ich aber nicht verwende.
 

10. FAZIT:
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Ich habe damals beim Erwerb 2200,- DM bezahlt. Sicher ist das nicht billig, aber was tut man nicht alles, um seine Faulheit zu unterstützen und trotzdem einen guten Kaffee zu haben. Zurzeit wird die Saeco im Internet ab 650,- Euro angeboten.

Diese Kaffeemaschine ist zwar groß, aber einfach spitze. Sie hat mir bei Partys und im tägl. Gebrauch treue Dienste erwiesen und macht heute noch einen guten Kaffee. Wichtig ist einfach die regelmäßige Pflege, dann bleibt das Aroma immer erhalten.

Übrigens, am 27. September ist der Tag des Kaffees

 

zur Betriebsanleitung mit Tipps: mehr....      

 

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